Ölfamilienhäuser sind von gestern

Mitte Januar hat EnergieSchweiz das Programm «erneuerbar heizen» lanciert. suissetec ist strategischer Programmpartner und engagiert sich unter anderem für die Ausbildung von Impulsberatern. Das sind Heizungsfachleute, die auf dem Weg zur dekarbonisierten Schweiz eine Schlüsselrolle einnehmen. Sie sollen Hausbesitzer zum Wechsel auf Wärmesysteme mit erneuerbaren Energieträgern motivieren.

Wenn es um den Klimawandel geht, wird viel geredet und debattiert. Die suissetec Branchen engagieren sich seit über zwölf Jahren aus Überzeugung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz und sind dafür bekannt, den Worten auch tatsächlich Taten folgen zu lassen.
Der Verband engagiert sich als treibender Unterstützer dafür, dass nachhaltige Technologien, die nicht nur vorhanden, sondern mittlerweile auch wirtschaftlich und vor allem bestens bewährt sind, schnellstmöglich zum Einsatz gelangen. Zum Beispiel für den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger beim Heizungsersatz. Dafür plädierten Christoph Schaer, Simon Geisshüsler und Robert Diana, der bei suissetec das Programm «erneuerbar heizen» betreut, mit ihren Beiträgen auf verschiedenen Swissbau-Focus-Bühnen. Der Verband ist sich seiner Verantwortung als Drehscheibe unter den Protagonisten bewusst und schafft mit dem suissetec Label Vertrauen zwischen Hausbesitzern, Bauherren, Investoren und dem Heizungsinstallateur beziehungsweise -planer.

Jährlich 30 000 fossile Feuerungen ersetzen

Tatsache ist: Ein Drittel des CO²-Ausstosses in der Schweiz geht auf das Konto des Gebäudesektors. Hauptverursacher der Emissionen sind nicht die Neubauten, sondern der Gebäudebestand, der noch immer zu rund drei Vierteln mitfossilen, nicht einheimischen Brennstoffen beheizt wird. Nicht nur ökologisch ist das ein «Eigengoal»: Das Geld für Heizöl und Gas bringt unserem Land kaum Wertschöpfung, sondern fliesst häufig in instabile Weltregionen mit meist fragwürdigen Regierungen (Stichwort Menschenrechte).

Um das Netto-Null-Emissionsziel bis 2050 ohne gesetzliche Zwänge zu erreichen, müssen laut Daniel Büchel, Vizedirektor BFE, ab sofort jährlich rund 30 000 fossile Feuerungen ersetzt werden. Ein Motto von suissetec, mit dem Hausbesitzer für das Thema sensibilisiert werden, heisst folglich: «Nicht morgen oder übermorgen – jetzt erneuerbar heizen». Ein weiterer Vorteil: Diese erneuerbare Energie ist lokal verfügbar, sie liegt uns quasi zu Füssen und generiert inländische Wertschöpfung!

Dass die Dekarbonisierung bis 2050 ein erreichbares Ziel ist, zeigen erste Resultate einer Studie der Wärme Initiative Schweiz WIS, die suissetec Direktor Christoph Schaer in seinem Referat präsentierte. Voraussetzung jedoch sei, dass die verfügbaren Potenziale auch tatsächlich genutzt würden, und zwar möglichst rasch und vollumfänglich.